Alois und Leni haben das Schwabenland überlebt – aber frei sind sie noch lange nicht. Nach Jahren der Ausbeutung, Angst und Demütigung gelingt es den beiden Kindern, dem Hof des brutalen Bauern Johannes Moos zu entkommen. Doch Moos gibt nicht auf. Für ihn ist Leni kein Mensch mit eigener Stimme, sondern Besitz. Und Alois, der sich schützend vor sie stellt, ist für ihn ein Störenfried, den man brechen muss. Während Professor Konrad Märki verzweifelt versucht, die Kinder vor Behörden, Gerichten und Verfolgern in Sicherheit zu bringen, beginnt ein Kampf, der weit über ein einzelnes Schicksal hinausgeht. Es geht um Wahrheit gegen Schweigen, um Recht gegen Gewohnheit – und um zwei Kinder, die zum ersten Mal gefragt werden, was sie selbst wollen. Parallel dazu ringt Anna Frei in Zürich mit ihrer eigenen Vergangenheit. Die Frau, der man einst alles nahm, findet langsam zurück zu Würde, Liebe und Hoffnung. Doch ein Name lässt sie nicht los: Alois Frei. Ihr verlorener Sohn. Ein Junge, von dem sie nicht weiss, ob er noch lebt – und der längst begonnen hat, sich aus Elend und Unrecht einen eigenen Weg zu bahnen. Band II erzählt von Verfolgung, Mut, Bildung und dem schwierigen Anfang eines neuen Lebens. Alois entdeckt seine aussergewöhnliche Begabung für Technik und Maschinenbau. Leni lernt lesen, schreiben und vor allem, nicht mehr für andere zu schweigen. Doch alte Mächte verschwinden nicht einfach, nur weil ein Gericht sie benennt. Ein bewegender historischer Roman über Schwabenkinder, soziale Härte, weibliche Selbstbehauptung und die Frage, ob ein Mensch seiner Herkunft entkommen kann – wenn endlich jemand hinsieht und bleibt.


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  • Art.Nr.: 978-3-907895-14-6
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