
Das Mädchen mit dem TeufelsgesichtSophie kommt mit einem Gesicht zur Welt, das alles verändert.Für ihre Mutter ist sie kein Wunder, sondern ein Schrecken. Für die Familie kein Kind, sondern eine Schande. Für das Dorf bald mehr als nur ein Gerücht: ein Zeichen, ein Makel, vielleicht sogar etwas Böses. Noch bevor Sophie sprechen kann, ist über sie geurteilt worden.

Sie wächst in einer Welt auf, in der Aberglaube stärker ist als Mitgefühl und ein anderes Aussehen genügt, um einen Menschen aus der Gemeinschaft zu stossen. Man versteckt sie, fürchtet sie, beschimpft sie. Wer sie sieht, sieht nicht das Mädchen, sondern nur das Gesicht. Und wer einmal zum Aussenseiter gemacht wurde, findet nur schwer zurück.
Doch Sophie zerbricht nicht. Sie lernt früh, dass Mitleid selten freiwillig kommt. Sie beobachtet die Menschen genau, erkennt ihre Schwächen, ihre Lügen und ihre Grausamkeit. Was andere als Fluch betrachten, wird für sie zu einer bitteren Schule des Überlebens. Je mehr man sie erniedrigt, desto stärker wird ihr Wille, nicht länger Opfer fremder Urteile zu bleiben.
Das Mädchen mit dem Teufelsgesicht ist ein eindringlicher historischer Roman über Ausgrenzung, Scham, Angst und die zerstörerische Macht einer Gemeinschaft, die lieber verurteilt als versteht. Er erzählt von einem Kind, das wegen seines Aussehens entmenschlicht wird, und von einer jungen Frau, die sich weigert, auf die Rolle festgelegt zu werden, die andere ihr zugedacht haben. Schonungslos, berührend und mit grosser erzählerischer Kraft zeigt der Roman, wie grausam Menschen sein können, wenn sie ihre Angst für Wahrheit halten. Zugleich ist es eine Geschichte über Würde, Widerstand und innere Stärke. Ein Roman für Leserinnen und Leser, die Geschichten mögen, die nicht glattgebügelt sind, sondern unter die Haut gehen.