Schwabenkind – Teil 1 erzählt von Alois Frei, einem Kind ohne Schutz, das im 19. Jahrhundert durch Armut, Heimwesen und Verdingung geht. Als Schwabenkind erlebt er Hunger, Gewalt und Demütigung, doch er zerbricht nicht. An seiner Seite steht Leni, die ebenso um Würde und Freiheit kämpft. Parallel ringt seine Mutter Anna unter falschem Namen um ein neues Leben. Mutter und Sohn sind einander näher, als sie ahnen – verbunden durch Schuld, Verlust und eine Hoffnung, die sich nicht auslöschen lässt. Der Auftakt einer grossen historischen Schweizer Trilogie über Armut, Verdingkinder und den Kampf um ein selbstbestimmtes Leben.
Die Schweiz im 19. Jahrhundert.
Armut ist kein Unglück, sondern ein Urteil. Wer ohne Schutz geboren wird, hat kaum eine Stimme.
Alois Frei kommt unter denkbar schweren Umständen zur Welt. Seine Mutter Anna wird nach einer verzweifelten Tat verurteilt, das Kind wächst ohne Herkunft, ohne Familie und ohne Sicherheit auf. Schon früh erfährt Alois, was es bedeutet, ausgeliefert zu sein: den Behörden, der Kirche, den Heimen und schliesslich jenen Bauern, die Kinder nicht als Menschen sehen, sondern als billige Arbeitskraft.
Als Schwabenkind wird Alois über die Grenze verdingt. Hunger, Kälte, Demütigung und Gewalt prägen seine Jugend. Doch in ihm wächst etwas, das stärker ist als Angst: der Wille, nicht zu zerbrechen. Gemeinsam mit Leni, einem Mädchen, das wie er ums Überleben kämpft, sucht er einen Weg aus der Rechtlosigkeit.
Während Alois seinen Platz in einer Welt sucht, die ihn kleinhalten will, kämpft Anna unter falschem Namen um eine neue Existenz. Auch sie trägt Schuld, Schmerz und Hoffnung in sich. Ohne zu wissen, wie nah sie einander sind, bewegen sich Mutter und Sohn durch eine Gesellschaft, die Menschen nach Herkunft, Besitz und Ansehen bemisst.